Dipl.-Ing. Arch. Thomas Jahn
CEPT University, Ahmedabad, Bauhaus-Universität Weimar

Neues soziales Zentrum Nani Boru

Dorferweiterung unter Berücksichtigung sozialräumlicher Strukturen

Raumplanung und Ökologisches Bauen

Nani Boru, Ahmadabad, Gujarat, Indien

schnitt
Gujarat ist der am weitesten westlich gelegene indische Bundesstaat. Er grenzt im N an Pakistan, der W uns S wird durch die Küstenlinie des Arabischen Meeres gebildet. Die natürlichen Bedingungen sind durch den Monsun geprägt, der in den Monaten Juni – August Regen bringt, während die übrige Zeit des Jahres Trockenheit herrscht. Die Region ist erdbebengefährdet. Die sozialen Strukturen des Landes sind vor allem in ländlichen Regionen seit Jahrhunderten durch ein starres System von Kasten geprägt. Veränderungen in den Produktionsverhältnissen haben hier zwangsläufig auch Rückwirkungen auf soziale Strukturen, in die neue oder hinzu gezogene Bevölkerungsgruppen integriert werden müssen. Bei dem zu bearbeitenden Projekt geht es um die Integration von Arbeitern eines Salzbergwerkes mit deren Familien in bestehende dörfliche Strukturen. Diese Integration ist verbunden einerseits mit der Schaffung von entsprechenden Unterkünften in den Dörfern, für die Planungsgrundsätze geschaffen werden sollen. Diese Unterkünfte haben sich an sehr einfachen Standards zu orientieren und sollen aus lokal verfügbaren Materialien als „Ausbauhaus“ überwiegend in Eigenleistung / Nachbarschaftshilfe errichtet werden. Der zweite wichtige Ansatz ist der Aufbau von nachbarschaftlichen Gemeinschaften zwischen den Neuankömmlingen und den Alteingesessenen. Dazu ist es notwendig, sich mit der kulturellen Identität, den sozialen Strukturen und den damit verbundenen nachbarschaftlichen Beziehungen in den Dörfern auseinander zu setzen, die sich daraus entwickelnden baulichräumlichen Situationen darzustellen sowie Erfordernisse für die Erweiterung zu definieren.
Dipl.-Ing. Arch. Thomas Jahn
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